Kühlkette: 7 wichtige Verhaltensweisen, die Sie Ihren Teams vor Ort vermitteln sollten

18 Dez. 2025

Die Einhaltung der Kühlkette hängt nicht nur von den Geräten und der Kühllösung ab. Sie wird bei jedem Öffnen der Tür, auf der Laderampe und bei jedem Lieferstopp erreicht (oder verfehlt). Zwischen der Norm und der Realität vor Ort sind es die Handlungen der Teams, die den Unterschied ausmachen.

Petit Forestier unterstützt seine Kunden in diesen beiden Bereichen: Schulung der richtigen Verhaltensweisen, Ausstattung der Fahrer und Betreiber und langfristige Überwachung der Praktiken.

Warum auf Verhalten (ebenso wie auf Normen) setzen?

Normen regeln den Kühltransport: Sie legen die Zieltemperaturen, die zugelassenen Geräte, die Rückverfolgbarkeitspflichten und die durchzuführenden Kontrollen fest. Sie geben einen unverzichtbaren Kurs vor, reichen aber allein nicht aus, um zu garantieren, was tatsächlich auf der Laderampe oder auf der Tour geschieht.

In der Praxis entstehen Risiken für Unterbrechungen der Kühlkette häufig aus ganz konkreten Situationen: zu langes oder schlecht vorbereitetes Beladen, aus Gewohnheit offen gelassene Türen, unsachgemäßer Einsatz der Kühlanlage, unvollständige Rückverfolgbarkeit bei einer Kontrolle oder einem Rechtsstreit. Genau aus diesem Grund ist es unerlässlich, sowohl an den Verhalten der Teams als auch an der Einhaltung der Dokumentationsvorschriften zu arbeiten. Diese Verhalten gewährleisten die Vorkühlung des Fahrzeugs, die richtige Verwendung der Kühlanlage, die Einhaltung des Luftstroms im Laderaum und die Ablesung der Temperaturen während der Tour.

Über die Bereitstellung von Kühlfahrzeugen, die für jeden Einsatzzweck geeignet sind, hinaus basiert die Unterstützung durch Petit Forestier auf Prävention sowie auf Überwachungsinstrumenten wie Telematik, Aufzeichnungsgeräten und Berichterstattungen. Ziel ist es, bewährte Praktiken sichtbar, messbar und im Laufe der Zeit steuerbar zu machen.

Die 7 Verhaltensweise, die es zu vermitteln gilt, um die Kühlkette aufrechtzuerhalten

1. Systematisches Vorkühlen

Vor jeder Beladung muss die Kiste auf Temperatur gebracht werden. Die Kühleinheit muss rechtzeitig gestartet werden, damit sich die Rücklufttemperatur beim Öffnen der Türen stabilisiert hat. Eine bewährte Methode besteht darin, auf die Zieltemperatur der Waren für Frischwaren und auf –10 °C für Tiefkühlwaren vorzukühlen: So kann die Ladung ohne übermäßigen Verbrauch gesichert werden. Durch eine kurze Überprüfung der Anzeige vor Ankunft des ersten Kartons kann sichergestellt werden, dass die Produkte nicht in einen noch warmen Laderaum gelangen.

2. Schnell laden… Motor abstellen

Während des Beladens sind Zeit und Feuchtigkeit die größten Feinde der Kühlkette. Die Teams müssen so organisiert sein, dass die Öffnungszeit der Türen so kurz wie möglich ist: Ware bereit, Paletten oder Rollwagen sortiert, klare Anweisungen. Die Waren müssen bei Transporttemperatur gelagert und verladen werden, um Temperaturschocks zu vermeiden. Wenn die Türen längere Zeit offen bleiben, ist es ratsam, die Kühlanlage abzuschalten, um das Ansaugen von warmer und feuchter Luft zu vermeiden, die zu Vereisung und übermäßigem Verbrauch führt. Wann immer möglich, sollte das Beladen von einer gekühlten Laderampe oder Schleuse aus erfolgen, um Temperaturschocks zu begrenzen.

3. Den Luftstrom organisieren

Eine gute Beladung ist eine Beladung, die den Luftkreislauf des Fahrzeugs berücksichtigt. Die Regel „zuletzt geliefert = zuerst verladen” sollte bei der Organisation des Laderaums beachtet werden: Die ersten Lieferungen sollten möglichst nah an den Türen, die letzten ganz hinten gelagert werden, um zu vermeiden, dass bei jedem Halt alles umgeladen werden muss. Die Teams müssen darauf achten, dass zwischen den Waren, den Wänden und der Decke ein Abstand bleibt und Paletten oder Rollwagen niemals gegen den Verdampfer gedrückt werden. Idealerweise sollten die Waren palettiert sein, um die Luftzirkulation zu erleichtern. Die Ansaug- und Ausblasgitter müssen frei bleiben, damit die Luft ungehindert zirkulieren kann.

4. Kontrolle bei der Übernahme

Bei der Übernahme des Fahrzeugs überprüft der Fahrer zunächst die Temperatureinstellung und vergewissert sich, dass sie den transportierten Produkten entspricht. Anschließend überprüft er den Schreiber: Gerät in Betrieb, Datum und Uhrzeit richtig eingestellt, Fühler richtig positioniert. Ein Blick auf die ATP-Plakette ermöglicht es ihm, die Gültigkeit der Zulassung zu bestätigen. Schließlich überprüft er den allgemeinen Zustand des Laderaums: Sauberkeit, keine größeren Beschädigungen, Türdichtungen in gutem Zustand, keine Spalten beim Schließen.

Bei langen Ladungen muss der Fahrer eine manuelle Abtauung der Anlage starten, um die Vereisung des Verdampfers zu begrenzen.

5. Jede Haltestelle vorbereiten

Der Fahrer muss lernen, seinen Stopp vor dem Öffnen der Türen vorzubereiten: Dokumente bereithalten, Entladeort identifizieren, gegebenenfalls den Kundenkontakt informieren. Die Tourenplanung muss optimiert werden, um die Anzahl der Öffnungen zu begrenzen und unnötige Fahrten zu vermeiden. Vor Ort werden die Türen erst beim Entladen der Ware geöffnet und sofort nach Beendigung des Entladens wieder geschlossen, auch wenn der Austausch mit dem Kunden danach noch weitergeht.

6. Überwachen und verfolgen

Der Fahrer sollte sich angewöhnen, das Display zu bestimmten Zeitpunkten abzulesen: bei der Abfahrt, während der Tour und bei der Rückkehr. Die Temperaturkurven, die von einem Aufzeichnungsgerät oder einer Telematiklösung stammen, müssen nach einem klaren Verfahren mit korrekt eingestellten Schwellenwertwarnungen abgerufen und archiviert werden. Mit Daten aus Tools wie Smart Connect lassen sich dann Temperaturen, Türöffnungszeiten und tatsächlich befolgte Anweisungen verfolgen. Bei langen oder wiederholten Öffnungen wird empfohlen, eine manuelle Abtauung der Kühleinheit durchzuführen, insbesondere im Sommer oder bei Hitzeperioden.

7. Auf Abweichungen reagieren

Wenn eine Temperaturabweichung festgestellt wird, ist die Reaktion ebenso wichtig wie die Prävention. Der Fahrer isoliert die betroffene Charge, notiert die Uhrzeit, die Temperatur und den Kontext und benachrichtigt dann den Qualitätsbeauftragten oder die zuständige Person, die gemäß dem internen Verfahren über das weitere Vorgehen entscheidet. Achten Sie darauf, die vom Kühlaggregat angezeigte Temperatur – die der Temperatur der zirkulierenden Luft entspricht – nicht mit der Kerntemperatur des Produkts zu verwechseln. Diese Verwechslung kommt häufig vor und kann die Analyse verfälschen. Jede Abweichung muss anschließend analysiert werden, um gegebenenfalls die Organisation oder die Anweisungen anzupassen.

Befolgen Sie die richtigen Maßnahmen mit Petit Forestier

Die Kühlkette hängt von vielen Details ab: eine gut vorgekühlte Kiste, eine organisierte Beladung, kontrollierte Stopps, eine klare Reaktion im Falle von Abweichungen. Indem Sie diese 7 Verhaltensweisen an Ihre Teams vor Ort weitergeben, reduzieren Sie das Risiko von Unterbrechungen, Streitigkeiten und versteckten Kosten, die mit einer unsachgemäßen Nutzung des Kühlfahrzeugs verbunden sind.

Petit Forestier kann Ihnen dabei helfen, von der Erinnerung an Vorschriften zur Umsetzung zu gelangen: Analyse Ihrer Praktiken sowie Tools zur Überwachung von Temperaturen und Nutzungen. Zusätzliche Ausstattungen können ebenfalls die betriebliche Effizienz steigern: Streifenvorhänge oder Luftvorhänge zur Begrenzung von Kälteverlusten beim Öffnen oder die Option RUN/LOCK für eine sichere Lieferung bei laufendem Motor, die besonders für die Haus-zu-Haus-Auslieferung von Tiefkühlprodukten empfohlen wird.